PRO BAHN Rhein-Sieg e. V. - Ihr Fahrgastverband
PRO BAHN Aktiv Presse Termine Kontakt Service
 

Presse

Presseanfragen richten Sie bitte an Prof. Klaus Groß, Fon 0221 738641, oder an die Ansprechpartner in der Region.

Aktuelle Pressemitteilung:

Pressemitteilung, vom 25. November 2005:


PRO BAHN unterstützt Bahn- und Businitiative

Am 23.11.2005 war Frau Gisela Neveling, die Vorsitzende der Bahn- und Businitiative Schleidener Tal e.V., zu Gast bei der Vorstandssitzung des Fahrgastverbands PRO BAHN Rhein-Sieg e.V. in Köln. Frau Neveling informierte den Fahrgastverband über den aktuellen Stand der Aktivitäten zur Erhaltung der Oleftalbahn Kall – Schleiden – Hellenthal. Der für zwei Jahre vom Land NRW bestellte touristische Wochenendverkehr auf der Schienenstrecke Kall – Gmünd bzw. Schleiden zur Erschließung des Nationalparks Eifel war am 16.10. dieses Jahres ausgelaufen, d.h. im Jahr vor der eigentlichen Eröffnung des Nationalparks; über die weitere Nutzung der Infrastruktur herrscht Unklarheit.

PRO BAHN sicherte Frau Neveling Unterstützung zu beim Kampf für das gemeinsame Ziel, das Überleben der Eisenbahninfrastruktur im Schleidener Tal zu sichern, und wieder Verkehr auf die Schiene zu bringen. PRO BAHN-Sprecher Klaus Groß erklärte, der Verband werde sich in Schreiben an den Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg, Dr. Norbert Reinkober und den NRW-Minister für Bauen und Verkehr, Oliver Wittke, nachdrücklich für dieses Ziel aussprechen. Groß sagte auch publizistische Unterstützung zu: “Wir werden kurzfristig im Dezemberheft unserer Verbandszeitschrift noch einen Beitrag zur aktuellen Situation unterbringen, und der Oleftalbahn einen ausführlichen Schwerpunktbeitrag in einem der nächsten Hefte widmen.” Weitere Treffen – dann vor Ort – seien für das nächste Jahr ins Auge gefasst.




Pressemitteilung vom 30. Januar 2006:

Stellungnahme IGVP-Bewertung Oleftalbahn

Der Fahrgastverband PRO BAHN Rhein-Sieg e.V. befürwortet die Reaktivierung der Oleftalbahn Kall – Hellenthal für den Touristikverkehr zum Nationalpark Eifel und den regulären Personenverkehr im Alltagsbetrieb. Die Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Kall – Hellenthal im dichtbesiedelten Schleidener Tal ist nach den Aussagen mehrerer seriöser Gutachten volkswirtschaftlich sinnvoll und verkehrspolitisch lohnend. Ähnliche bereits reaktivierte Strecken im Bundesgebiet werden von den Fahrgästen sehr gut angenommen. Der Fahrgastverband PRO BAHN Rhein-Sieg e.V. protestiert gegen die offensichtlich fehlerhafte negative Bewertung einer Reaktivierung der Oleftalbahn in der Integrierten Gesamtverkehrsplanung (IGVP). Die prognostizierten geringen Reisendenzahlen widersprechen jeglicher Erfahrung mit ähnlichen Verkehrsprojekten und sind viel zu niedrig angesetzt. Angebliche Zerschneidungseffekte für den Nationalpark und Naturschutzgebiete durch die seit 120 Jahren bestehende Nebenbahn werden aufgebauscht und als erhebliche Negativpunkte in die Bewertung eingebracht. Eine für die umweltschonende Anreise zum Nationalpark notwendige Nebenstrecke, welche im Tal zwischen Siedlungen, Industriebetrieben und direkt neben einer stark befahrenen Bundesstraße verläuft, wird hierdurch zu einem großen Naturzerstörer hochstilisiert.

Der Fahrgastverband PRO BAHN Rhein-Sieg e.V. fordert die Verantwortlichen im Kreis Euskirchen zu einem Einspruch gegen die absurde und sachlich völlig unbegründete negative Einstufung der Oleftalbahn im IGVP-Gutachten auf.



Pressemitteilung vom 1. Februar 2006:

Appell zur Erhaltung der Wiehltalbahn

Der Fahrgastverband PRO BAHN Rhein-Sieg e.V. mit Sitz in Köln hat einen Appell zur Erhaltung der Wiehltalbahn an die Lokalpolitik gerichtet. In einem Schreiben an die Bürgermeister der Anrainerkommunen der Bahnstrecke, die Städte Wiehl und Waldbröl sowie die Gemeinden Engelskirchen, Reichshof und Morsbach fordert der Verband die Kommunen auf, von dem Plan, die Strecke zu kaufen und dann endgültig stillzulegen, zurückzutreten.

Der Fahrgastverband – so sein Sprecher Klaus Groß – unterstütze schon seit vielen Jahren die Forderungen des “Förderkreises zur Rettung der Wiehltalbahn”. PRO BAHN rechne zwar nicht damit, dass kurzfristig ein attraktiver Personennahverkehr auf der Schiene im Wiehltal installiert werden könne, aber: “Wir wollen die Strecke – auch als Touristikbahn im Sommer – erhalten, weil wir vielmehr Sorge haben, dass nach einer endgültigen Stillegung wertvolle Infrastruktur in den Gemeinden des Wiehltals unwiederbringlich vernichtet wird”, betont Groß in dem Schreiben an die Bürgermeister.

Die in naher Zukunft zu erwartende Lage sei gekennzeichnet durch weiter steigende Kraftstoffpreise wegen nicht mehr zunehmender Erdölfördermengen, sinkende Einkommen großer Bevölkerungsteile und damit einem Ende des Wachstums des individuellen Autoverkehrs. Aufgrund dieser absehbaren Entwicklung komme dem öffentlichen Verkehr zwangsläufig wieder eine steigende Bedeutung zu. “In dieser Situation werden die Gemeinden, die dann noch über einen Anschluss an das deutsche Schienennetz verfügen, einen komparativen Vorteil gegenüber solchen Gemeinden haben, die nur über die Straße erschlossen sind”, argumentiert PRO BAHN gegenüber den Bürgermeistern – und weiter: “Für das Wiehltal kann sich schon in fünf oder zehn Jahren ergeben, dass eine wieder aktivierte Bahn durchaus rentabel gestaltet werden kann. Dieses Ergebnis stützt auch ein Gutachten, welches täglich etwa 8000 Fahrgäste für die Bahn prognostiziert hat”.

Mit der Aussicht auf mehr Mobilität bei gleichzeitig spürbar weniger Verkehrsaufkommen auf den Straßen und damit mehr Verkehrssicherheit würden die Bürger der Politik eine Erhaltung der Wiehltalbahn schon in nicht ferner Zukunft danken, prognostiziert PRO BAHN abschließend in dem Schreiben.



Anlage zum Nachrichtenblattartikel "Stationsbewertung" vom 1. Oktober 2006:


PRO BAHN Rhein – Sieg hat im ersten Halbjahr 2006 eine Fragenbogenaktion gestartet zur Bewertung von Stationen der Deutschen Bahn AG im Bereich des Verkehrsverbundes Rhein – Sieg (VRS). Die Aktion war beschränkt auf die Stationen an Strecken der Deutschen Bahn AG, die fahrplanmäßig von den Zügen der DB (ICE, IC, RE, RB und S – Bahnen) bedient werden. Einbezogen waren die Stationen der Kursbuch – Strecken 461 (Oberwesterwaldbahn), 462 (Hellertalbahn) und 463 (Daadetalbahn), soweit sie im Tarifgebiet des VRS liegen.

Für die Aktion wurde ein Formular· entwickelt, welches dem Heft 4/2005 des „nachrichtenblatts“ beigeheftet war. Es war in fünf Bereiche gegliedert und zwar in „Bahnsteige“, „Zugang (zu den Bahnsteigen)“, „Bahnhofbereich“, „Bahnhofsumfeld“ und „Vandalismus“.

Bis zum 30. Juni 2006 gingen bei PRO BAHN insgesamt 37 Fragebögen ein.

Die Daten aus den Fragebögen wurden in fünf Excel – Tabellen übernommen. Sie stellen die Bewertungen wie folgt dar:

Tabelle 1: Bewertung der Bahnsteige

Tabelle 2: Bewertung der Zugänge zu den Bahnsteigen

Tabelle 3: Bewertung des Bereiches „Bahnhofsgebäude“

Tabelle 4 Bahnhofsumfeld und Vandalismus

Tabelle 5 Zusätzliche Bemerkungen der Bewerter

Zusätzlich zu den 37 Datenreihen wurde zwei weitere Reihen für den S – Bahnsteig in Köln – Mülheim und Gleis 1 der Station Siegburg angelegt. Die Bewerter der beiden Stationen hatten dargestellt, dass hier unterschiedliche Standards für den Regional – und den S – Bahn – Verkehr bestehen und dafür unterschiedliche Bewertungen angegeben. Diese zusätzlichen Datenreihen wurden bei der Summenbildung nicht berücksichtigt.

In die einzelnen Felder wurden folgende Daten eingetragen:

Nicht vorhanden = 0

Vorbildlich = 1

Gut = 2

Vorhanden / akzeptabel mit kleinen Mängel = 3

Vorhanden / funktioniert mit größeren Mängeln = 4

Dem Fahrgast nicht zumutbar / ständig defekt = 5

Keine Angabe eingetragen = kA

Vorhanden, keine Bewertung abgegeben = VoB

Bei S – Bahn Stationen nicht Standard = nS-B

Zusätzlich zu den Bewertungsziffern für die einzelnen Stationen wurden die Tabellen um drei Summenzeilen ergänzt und zwar:

Summe der schlechten Bewertungen (mit den Noten 4 und 5). Wie häufig wurde beispielsweise ein bestimmtes Merkmal bei allen 32 Stationen schlecht eingestuft ?

Summe der guten Bewertungen (mit den Noten 1 und 2). Wie oft wurde ein Merkmal gut beurteilt?

Summe der Eintragungen: „Merkmal ist nicht vorhanden“.

Tabelle 1 öffnen

Tabelle 2 öffnen

Tabelle 3 öffnen

Tabelle 4 öffnen

Tabelle 5 öffnen