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PressePresseanfragen richten Sie bitte an Prof. Klaus Groß, Fon 0221 738641, oder an die Ansprechpartner in der Region. Aktuelle Pressemitteilung: Presseerklärung zur
Preiserhöhung im VRS 2012 PRO BAHN: VRS-Tariferhöhung
eine Zumutung Der gemeinnützige Fahrgastverband PRO BAHN Rhein-Sieg
e.V. ist empört über die Fahrpreiserhöhung im VRS. Zum wiederholten Mal
liege die Tarifanhebung mit ihren durchschnittlichen 3,4 % spürbar über der
allgemeinen Teuerungsrate, so PRO BAHN-Sprecher
Klaus Groß. Die durch häufige Verspätungen und Ausfälle von Zügen sowohl bei
der DB als auch bei den KVB gekennzeichnete Leistung im Verkehrsverbund würde
aus Sicht des Fahrgastverbands eher eine Tarifabsenkung nahelegen.
Im Vergleich mit anderen Verbünden nehme der VRS
eine Spitzenstellung ein, aber nur, was die Fahrpreise angehe, betonte Groß. Die
gebetsmühlenartig alle Jahre wieder vorgetragenen Gründe, wie Verteuerung
von Personal und Energie seien vorgeschoben. „Wenn der ÖPNV über
mehrere Jahre überproportional verteuert wird, drängt sich einem der Verdacht
auf, dass dahinter das eigentliche politische Ziel steckt, den Zuschussbedarf
für den ÖPNV herunterzufahren.“ Dann sei es aber unredlich, wenn sich
die Politiker, die das wollten, hinter dem anonymen Zweckverband verstecken
würden. „Wenn die Politiker von SPD, CDU, Grünen und FDP in den
Stadträten und Kreistagen den Steuerzahler von ÖPNV-Kosten entlasten wollen,
dann sollen eben diese Politiker uns Fahrgästen sagen, dass wir entsprechend mehr
bezahlen sollen – aber das bitte vor der Wahl!“ Die seit Jahren
verfolgte Salami-Taktik bezeichnete Groß als unredlich. Aktuelle Stellungnahme zum NVP vom 09.04.11 Anregungen zum Nahverkehrsplan
2011 der Stadt Köln 1.
Abend- und Nachtverkehr Die Aktivitäten
großer Teile der Bevölkerung verlagern sich zunehmend in die Nachstunden.
Häufig ist bis nach Mitternacht ein hohes Fußgängeraufkommen in vielen Teilen
der Innenstadt zu beobachten. Deshalb sollte ·
der 15-Minuten- Takt der
Stadtbahnen, die die Innenstadt durchqueren bis 0:30 Uhr ausgedehnt werden, ·
an Wochenenden in den Nächten
Freitag/Samstag und Samstag/Sonntag auf wichtigen Durchmesserlinien der
Stadtbahn ein durchgehender Halbstundenverkehr eingerichtet werden. ·
Zur Entlastung des starken
Nachtverkehrs auf den Ringen und als Zubringer zu den Durchmesserlinien
sollte geprüft werden, ob nicht zusätzlich eine Linie eingerichtet werden
kann, die zwischen Reichensperger Platz und Ubierring pendelt. Für eine Zeitraum von etwa 5 – 6
Jahren könnte eine solche Linie noch mit Hochflurwagen (+ ausklappbarer
Trittstufe) betrieben werden. 2. Anschlusssicherung o
Beim 15-, 20- und 30- Minuten
Verkehr sind häufig die Übergangszeiten zu knapp, zum Teil aber auch unnötig
lang. So liegt z.B. am Sonntag die
Abfahrt der Linie 9 in Ostheim auf der gleichen Minute wie die Ankunft des
Zubringerbusses 157. Oder: Am Samstag fährt der Krankenhausbus 158 eine
Minute vor Ankunft des Busses 157 aus Holweide ab. o
An Werktagen sollten beim
Übergang vom 10-Minuten- auf den 15-Minuten-Takt „Löcher“ im
Fahrplan vermieden werden. Hier wird manchmal ein Kurs gestrichen, so dass
lange Wartezeiten entstehen. Diese Löcher fallen in der Regel in den Zeitraum
19:30 bis 20:30 Uhr, eine Zeit, in der ein starker Rückflussverkehr
stadtauswärts besteht. (z.B. fährt zwischen 20:03 und 21:00 Uhr die Buslinie
152 ab Ostheim nicht.) o
Dort, wo Stadtbahnlinien und
Anschlussbusse in einem unterschiedlichen Takt fahren, sollten die
Stadtbahnen mit Anschluss entsprechend gekennzeichnet werden (im Fahrplan
und/oder im Zugzielschild). 3.
Information In den
vergangenen Jahren wurden die Stadtbahn- und die Bushaltestellen (teilweise)
mit Informationsgebern über die Ankunft der nächsten Linien bzw. Kurse
ausgestattet. Diese Maßnahme ist sehr hilfreich und sollte weitergeführt
werden. Bei den Informationsgebern bestehen noch zahlreiche Unstimmigkeiten,
die dringend behoben werden müssen: ·
Die Zeitangaben werden nicht
kontinuierlich angezeigt, sondern springen, z.B. von 7 Minuten auf 4 Minuten
und dann auf 2 Minuten. 2 Minuten werden immer noch angezeigt, während der
Bus schon an der Haltestelle steht. ·
Die Information über
Störungen sollte verbessert und auch für Bushaltestellen vorgesehen werden. ·
Bei Störungen sollte
alternative Routen angeboten werden (per Lautsprecher). ·
Dort, wo Busse in der
Gegenrichtung eine andere Straße befahren, sollten an den Haltestellen
Hinweise möglichst mit Skizze (über den Weg zur Haltestelle der
Gegenrichtung) angebracht werden. 4.
Einzelmaßnahmen 4.1
An Samstagen sollte aufgrund
des erheblich angestiegenen Einkaufsverkehres ein 10-Minuten-Takt von 10 bis
20 Uhr eingerichtet werden. 4.2
Auf stark belasteten Linien
(zum Beispiel Linie 9) werden in den Hauptverkehrszeiten zusätzliche
Fahrzeuge eingesetzt. Diese sollten auch im Fahrplan ausgewiesen werden, um
eine bessere Nutzung zu gewährleisten. 4.3
Der Neumarkt ist als ein
zentraler Knoten mit wichtiger Verteilerfunktion im ÖPNV und auch im
Individualverkehr dieser Aufgabe nicht mehr gewachsen. Ständige Verspätungen
der Stadtbahnen – insbesondere in West-Ost Richtung – sind die
Folge. Die Funktion dieses Platzes muss nach Auffassung von PRO BAHN grundsätzlich überdacht
werden. Keinesfalls sollte man Lösungen mit dem Argument einer künftigen
West-Ost U-Bahn aufschieben. Kurzfristig sollte man im Rahmen eines künftigen
Nahverkehrsplan prüfen, 2. ob die Stadtbahnhaltestellen soweit verlängert werden können,
dass jeweils zwei Züge pro Richtung gleichzeitig abgefertigt werden können
(Doppelhaltestellen). Dabei müsste in den Wartebereichen durch die
Informationsgeber angezeigt werden, in welchem Haltestellenabschnitt die
einzelnen Züge abgefertigt werden, um unnötige und gefährliche
Längsbewegungen der Fahrgäste im
Halltestellenbereich zu vermeiden. 4.4 PRO BAHN
befürwortet die teilweise Inbetriebnahme der Nord-Süd 4.5 Der
Bahnhof Köln Süd kann aufgrund unzureichender Infrastruktur seine Funktion
als Verknüpfungspunkt von Eisenbahn und Stadtbahn nur teilweise erfüllen.
Hier muss dringend ein Zugang von der Zülpicher Straße zu den Gleisen 1 und 2
errichtet werden. Insgesamt muss der Bahnhof (wie viele andere)
behindertengerecht nachgerüstet werden. 4.6 Der Schneeräumdienst an Haltestellen muss
in den kommenden Jahren Pressemitteilung
vom 13. Oktober 2010: PRO BAHN: Ausbau des Bahnknotens Köln jetzt! Der
gemeinnützige Fahrgastverband PRO BAHN Rhein-Sieg fordert einen zügigen
Ausbau des Bahnnetzes in Nordrhein-Westfalen. PRO BAHN-Sprecher
Klaus Groß betont: „Besonders der Knoten Köln mit seinen Zulaufstrecken
ist spätestens durch die Verkehrszunahme seit der Bahnreform zu einem Engpass
geworden.“ Dauernde Störungen und Verspätungen seien die Folge, so Groß
weiter. Als Beispiele für dringend notwendige Maßnahmen nennt er: den
zweigleisigen Ausbau im Verlauf der S 11 zwischen Köln-Dellbrück
und Bergisch Gladbach, das
durchgehende vierte Gleis zwischen Köln und Düsseldorf für den geplanten Rhein-Ruhr-Express, eine
Gleisverbindung zwischen der S-Bahn-Stammstrecke am Kölner Hansaring und dem
Westbahnhof („Westring“) einen
Bahnsteig mit zwei zusätzlichen S-Bahn-Gleisen für den Kölner Hauptbahnhof, die
Beseitigung von Störstellen und Engpässen sowie Beschleunigungsmaßnahmen auf
der Eifelstrecke Köln – Trier, sowie den
behindertengerechten Ausbau des Bahnhofs Köln Messe/Deutz. Diese
Beispiele entstammen einem Maßnahmenkatalog, den der PRO BAHN-Regionalverband
Rhein-Sieg dem Landesverband übermittelt habe. „Wir haben den PRO BAHN-Landesvorstand NRW gebeten, sich gegenüber der
neuen Landesregierung dafür stark zu machen, dass NRW-Bahnprojekte zeitnah
verwirklicht werden“, erläutert Groß die Zielrichtung des Vorstoßes.
Schließlich bestehe über deren Nutzen weitgehend Einigkeit. Er warnt davor,
NRW-Projekte zugunsten von Mammutprojekten mit zweifelhaftem Nutzen in
anderen Bundesländern, wie Stuttgart 21, zurück zu stellen. Pressemitteilung
vom 01. Oktober 2010: PRO BAHN-Vorschläge zum Ausbau der Eisenbahn-Infrastruktur in
und um Köln, vorgelegt dem PRO BAHN-Landesverband
NRW am 01.10.2010 für den zu gründenden SPNV-Beirat
(Aktualisierung des Papiers von 2008) Zur langfristigen Verbesserung der Situation im Knoten Köln, insbesondere zu einer nachhaltigen Kapazitätsausweitung fordert der Fahrgastverband PRO BAHN Rhein-Sieg: Vervollständigung
des Kölner Westrings, mit folgenden Baustufen: Herstellung einer Ein- und Ausfahrmöglichkeit von Köln Hansaring aus und in Richtung Bonn/Eifel Ausbau des eigentlichen Westringes besonders mit dem Bf. Köln-Süd (Zugang zur Stadtbahn Zülpicher Str., behindertengerechter Ausbau u.a.; Maßnahmen unabhängig vom Westring-Ausbau erforderlich) sowie weiteren S-Bahn-Stationen Bauliche Maßnahmen für einen S-Bahn-Verkehr zwischen Köln und Bonn-Mehlem Ertüchtigung der Strecke über die Südbrücke bis zur Einfädelung in die Strecke nach Siegburg. Die mit den geforderten Maßnahmen verbundene Umlenkung der Fahrgastströme auf den S-Bahnsteig erfordert entsprechenden Ausbau: Bau eines zusätzlichen Bahnsteigs mit den S-Bahn-Gleisen 12 und 13 am Kölner Hauptbahnhof Angesichts der Tatsache, dass die oben beschriebenen Maßnahmen aufgrund der schwierigen Finanzierungsmöglichkeit als sehr langfristig anzusehen sind, fordert PRO BAHN zur kurz- und mittelfristigen Verbesserung der Pünktlichkeit im Zulauf auf Köln und zur punktuellen Anpassung der Kapazität an die gestiegene Nachfrage folgende Ausbaumaßnahmen: Vollständige Fertigstellung der ICE-Strecke
Köln – Rhein/Main auf Kölner Gebiet mit zweigleisiger Zulaufstrecke von
Gummersbacher Str. bis Steinstraße und Anpassung von Deutz hoch im Sinne
eines vollwertigen ICE-Knotens einschließlich
barrierefreier Zugänge zu den Bahnsteigen und zur Stadtbahn Verwirklichung des komplett viergleisigen Ausbaus der Strecke Köln – Düsseldorf (für Rhein-Ruhr-Express) Fertigstellung
der Trasse für die S 13 von Troisdorf bis Bonn-Oberkassel Ausbaumaßnahmen
im Zuge der S 11 Bau des zweiten Gleises Köln-Dellbrück – Bergisch Gladbach Bau eines zweiten Bahnsteiggleises in Berg. Gladbach Beschleunigung der Einfahrt Bergisch Gladbach Erhöhung der Zugfolge auf der Stammstrecke Ausbaumaßnahmen
im Zuge der RB 25: Wiederherstellung des zweiten Gleises zw. Dieringhausen und Gummersbach Anhebung der Streckenhöchstgeschwindigkeit zwischen Rösrath und Gummersbach auf 80 bis 100 km/h Bau eines zweiten Gleises in der westlichen Einfahrt Overath Ausbaumaßnahme
auf der Siegstrecke: Wiederherstellung der Zweigleisigkeit zwischen Blankenberg und Merten Ausbaumaßnahmen
auf der Eifelstrecke: Niveaufreie Einfädelung der Eifelstrecke in Hürth-Kalscheuren Bau von Tunneln für den Bahnsteigzugang auf allen noch nicht entsprechend ausgerüsteten Stationen und deren behindertengerechter Ausbau (insbesondere in Erftstadt und Derkum kommt es immer wieder zu Verspätungen durch Bahnhofskreuzungen) Verlegung des Bahnsteigs in Nettersheim in den zweigleisigen Bereich Umbau der südlichen Einfahr- und der nördlichen Ausfahrweiche am Bf. Erftstadt (® Gleis 3 wird zum durchgehenden Hauptgleis; Maßnahme würde sich bei Tunnelzugang erübrigen) Ausbaumaßnahmen
auf der Voreifelbahn: Bau der vier geplanten Haltepunkte Bonn-Hügel, Bonn Helmholtzstraße, Impekoven und Rheinbach Ost Bau des geplanten zweiten Gleises zwischen Bonn-Duisdorf und Witterschlick Verlängerung aller Bahnsteige, um den Einsatz von Zügen in Dreifachtraktion zu ermöglichen Bau eines zweiten Gleises auf den übrigen bislang eingleisigen Abschnitten zwischen Witterschlick und Euskirchen Bau eines Tunnels für den Bahnsteigzugang (behindertengerecht) in Meckenheim (hier kommt es durch Bahnhofskreuzungen immer wieder zu Wartezeiten vor der Einfahrt) Neubau-/Ausbaumaßnahmen
beiderseits der Strecke Köln – Aachen: Verwirklichung des Kurvenbahnsteigs in Horrem Neubau einer S-Bahn-Strecke Sindorf (Abz. Klarahof) – Neu-Manheim – Kerpen-Mitte Schaffung
einer Gleiswechselmöglichkeit von den S-Bahngleisen zu den Hauptgleisen vor
dem Bahnhof Horrem, damit die RB 38 generell und
der Fernverkehr bei Störungen die S-Bahngleise mit nutzen kann.
PRO BAHN unterstützt Bahn- und Businitiative Am 23.11.2005 war Frau Gisela Neveling, die Vorsitzende der Bahn- und Businitiative Schleidener Tal e.V., zu Gast bei der Vorstandssitzung des Fahrgastverbands PRO BAHN Rhein-Sieg e.V. in Köln. Frau Neveling informierte den Fahrgastverband über den aktuellen Stand der Aktivitäten zur Erhaltung der Oleftalbahn Kall – Schleiden – Hellenthal. Der für zwei Jahre vom Land NRW bestellte touristische Wochenendverkehr auf der Schienenstrecke Kall – Gmünd bzw. Schleiden zur Erschließung des Nationalparks Eifel war am 16.10. dieses Jahres ausgelaufen, d.h. im Jahr vor der eigentlichen Eröffnung des Nationalparks; über die weitere Nutzung der Infrastruktur herrscht Unklarheit. PRO BAHN sicherte Frau Neveling Unterstützung zu beim Kampf für das gemeinsame Ziel, das Überleben der Eisenbahninfrastruktur im Schleidener Tal zu sichern, und wieder Verkehr auf die Schiene zu bringen. PRO BAHN-Sprecher Klaus Groß erklärte, der Verband werde sich in Schreiben an den Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg, Dr. Norbert Reinkober und den NRW-Minister für Bauen und Verkehr, Oliver Wittke, nachdrücklich für dieses Ziel aussprechen. Groß sagte auch publizistische Unterstützung zu: “Wir werden kurzfristig im Dezemberheft unserer Verbandszeitschrift noch einen Beitrag zur aktuellen Situation unterbringen, und der Oleftalbahn einen ausführlichen Schwerpunktbeitrag in einem der nächsten Hefte widmen.” Weitere Treffen – dann vor Ort – seien für das nächste Jahr ins Auge gefasst.
Der Fahrgastverband PRO BAHN Rhein-Sieg e.V. befürwortet die Reaktivierung der Oleftalbahn Kall – Hellenthal für den Touristikverkehr zum Nationalpark Eifel und den regulären Personenverkehr im Alltagsbetrieb. Die Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Kall – Hellenthal im dichtbesiedelten Schleidener Tal ist nach den Aussagen mehrerer seriöser Gutachten volkswirtschaftlich sinnvoll und verkehrspolitisch lohnend. Ähnliche bereits reaktivierte Strecken im Bundesgebiet werden von den Fahrgästen sehr gut angenommen. Der Fahrgastverband PRO BAHN Rhein-Sieg e.V. protestiert gegen die offensichtlich fehlerhafte negative Bewertung einer Reaktivierung der Oleftalbahn in der Integrierten Gesamtverkehrsplanung (IGVP). Die prognostizierten geringen Reisendenzahlen widersprechen jeglicher Erfahrung mit ähnlichen Verkehrsprojekten und sind viel zu niedrig angesetzt. Angebliche Zerschneidungseffekte für den Nationalpark und Naturschutzgebiete durch die seit 120 Jahren bestehende Nebenbahn werden aufgebauscht und als erhebliche Negativpunkte in die Bewertung eingebracht. Eine für die umweltschonende Anreise zum Nationalpark notwendige Nebenstrecke, welche im Tal zwischen Siedlungen, Industriebetrieben und direkt neben einer stark befahrenen Bundesstraße verläuft, wird hierdurch zu einem großen Naturzerstörer hochstilisiert. Der Fahrgastverband PRO BAHN Rhein-Sieg e.V.
fordert die Verantwortlichen im Kreis Euskirchen zu einem Einspruch gegen die
absurde und sachlich völlig unbegründete negative Einstufung der Oleftalbahn im IGVP-Gutachten
auf. Der Fahrgastverband PRO BAHN Rhein-Sieg e.V. mit Sitz in Köln hat einen Appell zur Erhaltung der Wiehltalbahn an die Lokalpolitik gerichtet. In einem Schreiben an die Bürgermeister der Anrainerkommunen der Bahnstrecke, die Städte Wiehl und Waldbröl sowie die Gemeinden Engelskirchen, Reichshof und Morsbach fordert der Verband die Kommunen auf, von dem Plan, die Strecke zu kaufen und dann endgültig stillzulegen, zurückzutreten. Der Fahrgastverband – so sein Sprecher Klaus Groß – unterstütze schon seit vielen Jahren die Forderungen des “Förderkreises zur Rettung der Wiehltalbahn”. PRO BAHN rechne zwar nicht damit, dass kurzfristig ein attraktiver Personennahverkehr auf der Schiene im Wiehltal installiert werden könne, aber: “Wir wollen die Strecke – auch als Touristikbahn im Sommer – erhalten, weil wir vielmehr Sorge haben, dass nach einer endgültigen Stillegung wertvolle Infrastruktur in den Gemeinden des Wiehltals unwiederbringlich vernichtet wird”, betont Groß in dem Schreiben an die Bürgermeister. Die in naher Zukunft zu erwartende Lage sei gekennzeichnet durch weiter steigende Kraftstoffpreise wegen nicht mehr zunehmender Erdölfördermengen, sinkende Einkommen großer Bevölkerungsteile und damit einem Ende des Wachstums des individuellen Autoverkehrs. Aufgrund dieser absehbaren Entwicklung komme dem öffentlichen Verkehr zwangsläufig wieder eine steigende Bedeutung zu. “In dieser Situation werden die Gemeinden, die dann noch über einen Anschluss an das deutsche Schienennetz verfügen, einen komparativen Vorteil gegenüber solchen Gemeinden haben, die nur über die Straße erschlossen sind”, argumentiert PRO BAHN gegenüber den Bürgermeistern – und weiter: “Für das Wiehltal kann sich schon in fünf oder zehn Jahren ergeben, dass eine wieder aktivierte Bahn durchaus rentabel gestaltet werden kann. Dieses Ergebnis stützt auch ein Gutachten, welches täglich etwa 8000 Fahrgäste für die Bahn prognostiziert hat”. Mit der Aussicht auf mehr Mobilität bei
gleichzeitig spürbar weniger Verkehrsaufkommen auf den Straßen und damit mehr
Verkehrssicherheit würden die Bürger der Politik eine Erhaltung der
Wiehltalbahn schon in nicht ferner Zukunft danken, prognostiziert PRO BAHN
abschließend in dem Schreiben. PRO BAHN Rhein – Sieg hat im ersten Halbjahr 2006 eine Fragenbogenaktion gestartet zur Bewertung von Stationen der Deutschen Bahn AG im Bereich des Verkehrsverbundes Rhein – Sieg (VRS). Die Aktion war beschränkt auf die Stationen an Strecken der Deutschen Bahn AG, die fahrplanmäßig von den Zügen der DB (ICE, IC, RE, RB und S – Bahnen) bedient werden. Einbezogen waren die Stationen der Kursbuch – Strecken 461 (Oberwesterwaldbahn), 462 (Hellertalbahn) und 463 (Daadetalbahn), soweit sie im Tarifgebiet des VRS liegen. Für die Aktion wurde ein Formular· entwickelt, welches dem Heft 4/2005 des „nachrichtenblatts“ beigeheftet war. Es war in fünf Bereiche gegliedert und zwar in „Bahnsteige“, „Zugang (zu den Bahnsteigen)“, „Bahnhofbereich“, „Bahnhofsumfeld“ und „Vandalismus“. Bis zum 30. Juni 2006 gingen bei PRO BAHN insgesamt 37 Fragebögen ein. Die Daten aus den Fragebögen wurden in fünf Excel – Tabellen übernommen. Sie stellen die Bewertungen wie folgt dar: Tabelle 1: Bewertung der Bahnsteige Tabelle 2: Bewertung der Zugänge zu den Bahnsteigen Tabelle 3: Bewertung des Bereiches „Bahnhofsgebäude“ Tabelle 4 Bahnhofsumfeld und Vandalismus Tabelle 5 Zusätzliche Bemerkungen der Bewerter Zusätzlich zu den 37 Datenreihen wurde zwei weitere Reihen für den S – Bahnsteig in Köln – Mülheim und Gleis 1 der Station Siegburg angelegt. Die Bewerter der beiden Stationen hatten dargestellt, dass hier unterschiedliche Standards für den Regional – und den S – Bahn – Verkehr bestehen und dafür unterschiedliche Bewertungen angegeben. Diese zusätzlichen Datenreihen wurden bei der Summenbildung nicht berücksichtigt. In die einzelnen Felder wurden folgende Daten eingetragen: Nicht vorhanden = 0 Vorbildlich = 1 Gut = 2 Vorhanden / akzeptabel mit kleinen Mängel = 3 Vorhanden / funktioniert mit größeren Mängeln = 4 Dem Fahrgast nicht zumutbar / ständig defekt = 5 Keine Angabe eingetragen = kA Vorhanden, keine Bewertung abgegeben = VoB Bei S – Bahn Stationen nicht Standard = nS-B Zusätzlich zu den Bewertungsziffern für die einzelnen Stationen wurden die Tabellen um drei Summenzeilen ergänzt und zwar: Summe der schlechten Bewertungen (mit den Noten 4 und 5). Wie häufig wurde beispielsweise ein bestimmtes Merkmal bei allen 32 Stationen schlecht eingestuft ? Summe der guten Bewertungen (mit den Noten 1 und 2). Wie oft wurde ein Merkmal gut beurteilt? Summe der Eintragungen: „Merkmal ist nicht vorhanden“. |
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