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Presseanfragen richten Sie bitte an Prof. Klaus Groß, Fon 0221 738641, oder an die Ansprechpartner in der Region.

Aktuelle Pressemitteilung:

Presseerklärung zur Preiserhöhung im VRS 2012

 

PRO BAHN: VRS-Tariferhöhung eine Zumutung

Der gemeinnützige Fahrgastverband PRO BAHN Rhein-Sieg e.V. ist empört über die Fahrpreiser­höhung im VRS. Zum wiederholten Mal liege die Tarifanhebung mit ihren durchschnittlichen 3,4 % spürbar über der allgemeinen Teuerungsrate, so PRO BAHN-Sprecher Klaus Groß. Die durch häufige Verspätungen und Ausfälle von Zügen sowohl bei der DB als auch bei den KVB gekennzeichnete Leistung im Verkehrsverbund würde aus Sicht des Fahrgastverbands eher eine Tarifabsenkung nahelegen. Im Vergleich mit anderen Verbünden nehme der VRS eine Spitzenstellung ein, aber nur, was die Fahrpreise angehe, betonte Groß. Die gebetsmühlen­artig alle Jahre wieder vorgetragenen Gründe, wie Verteuerung von Personal und Energie seien vorgeschoben. „Wenn der ÖPNV über mehrere Jahre überproportional verteuert wird, drängt sich einem der Verdacht auf, dass dahinter das eigentliche politische Ziel steckt, den Zuschussbedarf für den ÖPNV herunterzufahren.“ Dann sei es aber unredlich, wenn sich die Politiker, die das wollten, hinter dem anonymen Zweckverband verstecken würden. „Wenn die Politiker von SPD, CDU, Grünen und FDP in den Stadträten und Kreistagen den Steuerzahler von ÖPNV-Kosten entlasten wollen, dann sollen eben diese Politiker uns Fahrgästen sagen, dass wir entsprechend mehr bezahlen sollen – aber das bitte vor der Wahl!“ Die seit Jahren verfolgte Salami-Taktik bezeichnete Groß als unredlich.

 

Aktuelle Stellungnahme zum NVP vom 09.04.11

Anregungen zum Nahverkehrsplan 2011 der Stadt Köln

 

1.     Abend- und Nachtverkehr

Die Aktivitäten großer Teile der Bevölkerung verlagern sich zunehmend in die Nachstunden. Häufig ist bis nach Mitternacht ein hohes Fußgängeraufkommen in vielen Teilen der Innenstadt zu beobachten. Deshalb sollte

·        der 15-Minuten- Takt der Stadtbahnen, die die Innenstadt durchqueren bis 0:30 Uhr ausgedehnt werden,

·        an Wochenenden in den Nächten Freitag/Samstag und Samstag/Sonntag auf wichtigen Durchmesserlinien der Stadtbahn ein durchgehender Halbstundenverkehr eingerichtet werden.

·        Zur Entlastung des starken Nachtverkehrs auf den Ringen und als Zubringer zu den Durchmesserlinien sollte geprüft werden, ob nicht zusätzlich eine Linie eingerichtet werden kann, die zwischen Reichensperger Platz und Ubierring pendelt. Für eine Zeitraum von etwa 5 – 6 Jahren könnte eine solche Linie noch mit Hochflurwagen (+ ausklappbarer Trittstufe) betrieben werden.

 

2.      Anschlusssicherung
Nachdem in den vergangenen Jahren die innerstädtischen Busnetze, aufgeteilt in die vier Teilnetze Linksrheinisch-Nord und –Süd sowie Rechtsrheinisch-Nord und –Süd, überprüft wurden, sollten im kommenden Nachverkehrsplan die Anschlüsse und  die Übergangszeiten optimiert werden. 

o       Beim 15-, 20- und 30- Minuten Verkehr sind häufig die Übergangszeiten zu knapp, zum Teil aber auch unnötig lang. So liegt  z.B. am Sonntag die Abfahrt der Linie 9 in Ostheim auf der gleichen Minute wie die Ankunft des Zubringerbusses 157. Oder: Am Samstag fährt der Krankenhausbus 158 eine Minute vor Ankunft des Busses 157 aus Holweide ab.

o       An Werktagen sollten beim Übergang vom 10-Minuten- auf den 15-Minuten-Takt „Löcher“ im Fahrplan vermieden werden. Hier wird manchmal ein Kurs gestrichen, so dass lange Wartezeiten entstehen. Diese Löcher fallen in der Regel in den Zeitraum 19:30 bis 20:30 Uhr, eine Zeit, in der ein starker Rückflussverkehr stadtauswärts besteht. (z.B. fährt zwischen 20:03 und 21:00 Uhr die Buslinie 152 ab Ostheim nicht.)

o       Dort, wo Stadtbahnlinien und Anschlussbusse in einem unterschiedlichen Takt fahren, sollten die Stadtbahnen mit Anschluss entsprechend gekennzeichnet werden (im Fahrplan und/oder im Zugzielschild).

 

3.     Information

In den vergangenen Jahren wurden die Stadtbahn- und die Bushaltestellen (teilweise) mit Informationsgebern über die Ankunft der nächsten Linien bzw. Kurse ausgestattet. Diese Maßnahme ist sehr hilfreich und sollte weitergeführt werden. Bei den Informationsgebern bestehen noch zahlreiche Unstimmigkeiten, die dringend behoben werden müssen:

·        Die Zeitangaben werden nicht kontinuierlich angezeigt, sondern springen, z.B. von 7 Minuten auf 4 Minuten und dann auf 2 Minuten. 2 Minuten werden immer noch angezeigt, während der Bus schon an der Haltestelle steht.

·        Die Information über Störungen sollte verbessert und auch für Bushaltestellen vorgesehen werden.

·        Bei Störungen sollte alternative Routen angeboten werden (per Lautsprecher).

·        Dort, wo Busse in der Gegenrichtung eine andere Straße befahren, sollten an den Haltestellen Hinweise möglichst mit Skizze (über den Weg zur Haltestelle der Gegenrichtung) angebracht werden.

 

4.     Einzelmaßnahmen

4.1         An Samstagen sollte aufgrund des erheblich angestiegenen Einkaufsverkehres ein 10-Minuten-Takt von 10 bis 20 Uhr eingerichtet werden.

4.2         Auf stark belasteten Linien (zum Beispiel Linie 9) werden in den Hauptverkehrszeiten zusätzliche Fahrzeuge eingesetzt. Diese sollten auch im Fahrplan ausgewiesen werden, um eine bessere Nutzung zu gewährleisten.

4.3         Der Neumarkt ist als ein zentraler Knoten mit wichtiger Verteilerfunktion im ÖPNV und auch im Individualverkehr dieser Aufgabe nicht mehr gewachsen. Ständige Verspätungen der Stadtbahnen – insbesondere in West-Ost Richtung – sind die Folge. Die Funktion dieses Platzes muss nach Auffassung von PRO BAHN grundsätzlich überdacht werden. Keinesfalls sollte man Lösungen mit dem Argument einer künftigen West-Ost U-Bahn aufschieben. Kurzfristig sollte man im Rahmen eines künftigen Nahverkehrsplan prüfen,
1. ob ein Teil des Individualverkehr verdrängt werden kann, so dass für die Haltestellen der Stadtbahnen mehr Raum zur Verfügung steht,

2. ob die Stadtbahnhaltestellen soweit verlängert werden können, dass jeweils zwei Züge pro Richtung gleichzeitig abgefertigt werden können (Doppelhaltestellen). Dabei müsste in den Wartebereichen durch die Informationsgeber angezeigt werden, in welchem Haltestellenabschnitt die einzelnen Züge abgefertigt werden, um unnötige und gefährliche Längsbewegungen der Fahrgäste  im Halltestellenbereich zu vermeiden.
3. ob eine/die Vorrangschaltung für die Stadtbahnen eingerichtet bzw. verbessert werden kann.

4.4    PRO BAHN befürwortet die teilweise Inbetriebnahme der Nord-Süd    
        in Stadtbahn auch in getrennten Abschnitten, da dadurch ganz
        besonders der gute Wille von Stadt und KVB verdeutlicht wird.

4.5   Der Bahnhof Köln Süd kann aufgrund unzureichender Infrastruktur seine Funktion als Verknüpfungspunkt von Eisenbahn und Stadtbahn nur teilweise erfüllen. Hier muss dringend ein Zugang von der Zülpicher Straße zu den Gleisen 1 und 2 errichtet werden. Insgesamt muss der Bahnhof (wie viele andere) behindertengerecht nachgerüstet werden.

4.6    Der Schneeräumdienst an Haltestellen muss in den kommenden Jahren
        erheblich verbessert werden. Die Verantwortung dafür muss eindeutig  
        festgelegt werden. Dort, wo keine Anlieger vorhanden sind, darf sich die
        Räumung nicht allein auf die Wartefläche an der Haltestelle erstrecken,
        sondern muss auch die Zuwege einbeziehen.
4.7   
Bei der Haltestelle Neusser Straße/Gürtel wurde vor über einem Jahr mit
        Reparaturen und Instandsetzungsarbeiten begonnen. Seit dem Bau der
        Haltestelle fehlt jedoch ein direkter
Aus­gang von der Hochbahn ohne
        Umweg über die Verteilerebene. Nicht allein mit Blick auf die Verknüpfung
        mit dem Busverkehr muss hier dringend nachgerüstet werden.

 

 

 

Pressemitteilung vom 13. Oktober 2010:

PRO BAHN: Ausbau des Bahnknotens Köln jetzt!

Der gemeinnützige Fahrgastverband PRO BAHN Rhein-Sieg fordert einen zügigen Ausbau des Bahnnetzes in Nordrhein-Westfalen. PRO BAHN-Sprecher Klaus Groß betont: „Besonders der Knoten Köln mit seinen Zulaufstrecken ist spätestens durch die Verkehrszunahme seit der Bahnreform zu einem Engpass geworden.“ Dauernde Störungen und Verspätungen seien die Folge, so Groß weiter. Als Beispiele für dringend notwendige Maßnahmen nennt er:

den zweigleisigen Ausbau im Verlauf der S 11 zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach,

das durchgehende vierte Gleis zwischen Köln und Düsseldorf für den geplanten Rhein-Ruhr-Express,

eine Gleisverbindung zwischen der S-Bahn-Stammstrecke am Kölner Hansaring und dem Westbahnhof („Westring“)

einen Bahnsteig mit zwei zusätzlichen S-Bahn-Gleisen für den Kölner Hauptbahnhof,

die Beseitigung von Störstellen und Engpässen sowie Beschleunigungsmaßnahmen auf der Eifelstrecke Köln – Trier, sowie

den behindertengerechten Ausbau des Bahnhofs Köln Messe/Deutz.

Diese Beispiele entstammen einem Maßnahmenkatalog, den der PRO BAHN-Regionalverband Rhein-Sieg dem Landesverband übermittelt habe. „Wir haben den PRO BAHN-Landes­vor­stand NRW gebeten, sich gegenüber der neuen Landesregierung dafür stark zu machen, dass NRW-Bahnprojekte zeitnah verwirklicht werden“, erläutert Groß die Zielrichtung des Vorstoßes. Schließlich bestehe über deren Nutzen weitgehend Einigkeit. Er warnt davor, NRW-Projekte zugunsten von Mammutprojekten mit zweifelhaftem Nutzen in anderen Bundesländern, wie Stuttgart 21, zurück zu stellen.

 

Pressemitteilung vom 01. Oktober 2010:

PRO BAHN-Vorschläge zum Ausbau der Eisenbahn-Infrastruktur in und um Köln, vorgelegt dem PRO BAHN-Landesverband NRW am 01.10.2010 für den zu gründenden SPNV-Beirat (Aktualisierung des Papiers von 2008)

Zur langfristigen Verbesserung der Situation im Knoten Köln, insbesondere zu einer nachhaltigen Kapazitätsausweitung fordert der Fahrgastverband PRO BAHN Rhein-Sieg:

Vervollständigung des Kölner Westrings, mit folgenden Baustufen:

Herstellung einer Ein- und Ausfahrmöglichkeit von Köln Hansaring aus und in Richtung Bonn/Eifel

Ausbau des eigentlichen Westringes besonders mit dem Bf. Köln-Süd (Zugang zur Stadtbahn Zülpicher Str., behindertengerechter Ausbau u.a.; Maßnahmen unabhängig vom Westring-Ausbau erforderlich) sowie weiteren S-Bahn-Stationen

Bauliche Maßnahmen für einen S-Bahn-Verkehr zwischen Köln und Bonn-Mehlem

Ertüchtigung der Strecke über die Südbrücke bis zur Einfädelung in die Strecke nach Siegburg.

Die mit den geforderten Maßnahmen verbundene Umlenkung der Fahrgastströme auf den S-Bahnsteig erfordert entsprechenden Ausbau:

Bau eines zusätzlichen Bahnsteigs mit den S-Bahn-Gleisen 12 und 13 am Kölner Hauptbahnhof

Angesichts der Tatsache, dass die oben beschriebenen Maßnahmen aufgrund der schwierigen Finanzierungsmöglichkeit als sehr langfristig anzusehen sind, fordert PRO BAHN zur kurz- und mittelfristigen Verbesserung der Pünktlichkeit im Zulauf auf Köln und zur punktuellen Anpassung der Kapazität an die gestiegene Nachfrage folgende Ausbaumaßnahmen:

Vollständige Fertigstellung der ICE-Strecke Köln – Rhein/Main auf Kölner Gebiet mit zweigleisiger Zulaufstrecke von Gummersbacher Str. bis Steinstraße und Anpassung von Deutz hoch im Sinne eines vollwertigen ICE-Knotens einschließlich barrierefreier Zugänge zu den Bahnsteigen und zur Stadtbahn

Verwirklichung des komplett viergleisigen Ausbaus der Strecke Köln – Düsseldorf (für Rhein-Ruhr-Express)

Fertigstellung der Trasse für die S 13 von Troisdorf bis Bonn-Oberkassel

Ausbaumaßnahmen im Zuge der S 11

Bau des zweiten Gleises Köln-Dellbrück – Bergisch Gladbach

Bau eines zweiten Bahnsteiggleises in Berg. Gladbach

Beschleunigung der Einfahrt Bergisch Gladbach

Erhöhung der Zugfolge auf der Stammstrecke

 

Ausbaumaßnahmen im Zuge der RB 25:

Wiederherstellung des zweiten Gleises zw. Dieringhausen und Gummersbach

Anhebung der Streckenhöchstgeschwindigkeit zwischen Rösrath und Gummersbach auf 80 bis 100 km/h

Bau eines zweiten Gleises in der westlichen Einfahrt Overath

 

Ausbaumaßnahme auf der Siegstrecke:

Wiederherstellung der Zweigleisigkeit zwischen Blankenberg und Merten

 

Ausbaumaßnahmen auf der Eifelstrecke:

Niveaufreie Einfädelung der Eifelstrecke in Hürth-Kalscheuren

Bau von Tunneln für den Bahnsteigzugang auf allen noch nicht entsprechend ausgerüsteten Stationen und deren behindertengerechter Ausbau (insbesondere in Erftstadt und Derkum kommt es immer wieder zu Verspätungen durch Bahnhofskreuzungen)

Verlegung des Bahnsteigs in Nettersheim in den zweigleisigen Bereich

Umbau der südlichen Einfahr- und der nördlichen Ausfahrweiche am Bf. Erftstadt (® Gleis 3 wird zum durchgehenden Hauptgleis; Maßnahme würde sich bei Tunnelzugang erübrigen)

 

Ausbaumaßnahmen auf der Voreifelbahn:

Bau der vier geplanten Haltepunkte Bonn-Hügel, Bonn Helmholtzstraße, Impekoven und Rheinbach Ost

Bau des geplanten zweiten Gleises zwischen Bonn-Duisdorf und Witterschlick

Verlängerung aller Bahnsteige, um den Einsatz von Zügen in Dreifachtraktion zu ermöglichen

Bau eines zweiten Gleises auf den übrigen bislang eingleisigen Abschnitten zwischen Witterschlick und Euskirchen

Bau eines Tunnels für den Bahnsteigzugang (behindertengerecht) in Meckenheim (hier kommt es durch Bahnhofskreuzungen immer wieder zu Wartezeiten vor der Einfahrt)

 

Neubau-/Ausbaumaßnahmen beiderseits der Strecke Köln – Aachen:

Verwirklichung des Kurvenbahnsteigs in Horrem

Neubau einer S-Bahn-Strecke Sindorf (Abz. Klarahof) – Neu-ManheimKerpen-Mitte

Schaffung einer Gleiswechselmöglichkeit von den S-Bahngleisen zu den Hauptgleisen vor dem Bahnhof Horrem, damit die RB 38 generell und der Fernverkehr bei Störungen die S-Bahngleise mit nutzen kann.

 



Pressemitteilung, vom 25. November 2005:

PRO BAHN unterstützt Bahn- und Businitiative

Am 23.11.2005 war Frau Gisela Neveling, die Vorsitzende der Bahn- und Businitiative Schleidener Tal e.V., zu Gast bei der Vorstandssitzung des Fahrgastverbands PRO BAHN Rhein-Sieg e.V. in Köln. Frau Neveling informierte den Fahrgastverband über den aktuellen Stand der Aktivitäten zur Erhaltung der Oleftalbahn KallSchleiden – Hellenthal. Der für zwei Jahre vom Land NRW bestellte touristische Wochenendverkehr auf der Schienenstrecke Kall – Gmünd bzw. Schleiden zur Erschließung des Nationalparks Eifel war am 16.10. dieses Jahres ausgelaufen, d.h. im Jahr vor der eigentlichen Eröffnung des Nationalparks; über die weitere Nutzung der Infrastruktur herrscht Unklarheit.

PRO BAHN sicherte Frau Neveling Unterstützung zu beim Kampf für das gemeinsame Ziel, das Überleben der Eisenbahninfrastruktur im Schleidener Tal zu sichern, und wieder Verkehr auf die Schiene zu bringen. PRO BAHN-Sprecher Klaus Groß erklärte, der Verband werde sich in Schreiben an den Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg, Dr. Norbert Reinkober und den NRW-Minister für Bauen und Verkehr, Oliver Wittke, nachdrücklich für dieses Ziel aussprechen. Groß sagte auch publizistische Unterstützung zu: “Wir werden kurzfristig im Dezemberheft unserer Verbandszeitschrift noch einen Beitrag zur aktuellen Situation unterbringen, und der Oleftalbahn einen ausführlichen Schwerpunktbeitrag in einem der nächsten Hefte widmen.” Weitere Treffen – dann vor Ort – seien für das nächste Jahr ins Auge gefasst.




Pressemitteilung vom 30. Januar 2006:

Stellungnahme IGVP-Bewertung Oleftalbahn

Der Fahrgastverband PRO BAHN Rhein-Sieg e.V. befürwortet die Reaktivierung der Oleftalbahn Kall – Hellenthal für den Touristikverkehr zum Nationalpark Eifel und den regulären Personenverkehr im Alltagsbetrieb. Die Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Kall – Hellenthal im dichtbesiedelten Schleidener Tal ist nach den Aussagen mehrerer seriöser Gutachten volkswirtschaftlich sinnvoll und verkehrspolitisch lohnend. Ähnliche bereits reaktivierte Strecken im Bundesgebiet werden von den Fahrgästen sehr gut angenommen. Der Fahrgastverband PRO BAHN Rhein-Sieg e.V. protestiert gegen die offensichtlich fehlerhafte negative Bewertung einer Reaktivierung der Oleftalbahn in der Integrierten Gesamtverkehrsplanung (IGVP). Die prognostizierten geringen Reisendenzahlen widersprechen jeglicher Erfahrung mit ähnlichen Verkehrsprojekten und sind viel zu niedrig angesetzt. Angebliche Zerschneidungseffekte für den Nationalpark und Naturschutzgebiete durch die seit 120 Jahren bestehende Nebenbahn werden aufgebauscht und als erhebliche Negativpunkte in die Bewertung eingebracht. Eine für die umweltschonende Anreise zum Nationalpark notwendige Nebenstrecke, welche im Tal zwischen Siedlungen, Industriebetrieben und direkt neben einer stark befahrenen Bundesstraße verläuft, wird hierdurch zu einem großen Naturzerstörer hochstilisiert.

Der Fahrgastverband PRO BAHN Rhein-Sieg e.V. fordert die Verantwortlichen im Kreis Euskirchen zu einem Einspruch gegen die absurde und sachlich völlig unbegründete negative Einstufung der Oleftalbahn im IGVP-Gutachten auf.



Pressemitteilung vom 1. Februar 2006:

Appell zur Erhaltung der Wiehltalbahn

Der Fahrgastverband PRO BAHN Rhein-Sieg e.V. mit Sitz in Köln hat einen Appell zur Erhaltung der Wiehltalbahn an die Lokalpolitik gerichtet. In einem Schreiben an die Bürgermeister der Anrainerkommunen der Bahnstrecke, die Städte Wiehl und Waldbröl sowie die Gemeinden Engelskirchen, Reichshof und Morsbach fordert der Verband die Kommunen auf, von dem Plan, die Strecke zu kaufen und dann endgültig stillzulegen, zurückzutreten.

Der Fahrgastverband – so sein Sprecher Klaus Groß – unterstütze schon seit vielen Jahren die Forderungen des “Förderkreises zur Rettung der Wiehltalbahn”. PRO BAHN rechne zwar nicht damit, dass kurzfristig ein attraktiver Personennahverkehr auf der Schiene im Wiehltal installiert werden könne, aber: “Wir wollen die Strecke – auch als Touristikbahn im Sommer – erhalten, weil wir vielmehr Sorge haben, dass nach einer endgültigen Stillegung wertvolle Infrastruktur in den Gemeinden des Wiehltals unwiederbringlich vernichtet wird”, betont Groß in dem Schreiben an die Bürgermeister.

Die in naher Zukunft zu erwartende Lage sei gekennzeichnet durch weiter steigende Kraftstoffpreise wegen nicht mehr zunehmender Erdölfördermengen, sinkende Einkommen großer Bevölkerungsteile und damit einem Ende des Wachstums des individuellen Autoverkehrs. Aufgrund dieser absehbaren Entwicklung komme dem öffentlichen Verkehr zwangsläufig wieder eine steigende Bedeutung zu. “In dieser Situation werden die Gemeinden, die dann noch über einen Anschluss an das deutsche Schienennetz verfügen, einen komparativen Vorteil gegenüber solchen Gemeinden haben, die nur über die Straße erschlossen sind”, argumentiert PRO BAHN gegenüber den Bürgermeistern – und weiter: “Für das Wiehltal kann sich schon in fünf oder zehn Jahren ergeben, dass eine wieder aktivierte Bahn durchaus rentabel gestaltet werden kann. Dieses Ergebnis stützt auch ein Gutachten, welches täglich etwa 8000 Fahrgäste für die Bahn prognostiziert hat”.

Mit der Aussicht auf mehr Mobilität bei gleichzeitig spürbar weniger Verkehrsaufkommen auf den Straßen und damit mehr Verkehrssicherheit würden die Bürger der Politik eine Erhaltung der Wiehltalbahn schon in nicht ferner Zukunft danken, prognostiziert PRO BAHN abschließend in dem Schreiben.



Anlage zum Nachrichtenblattartikel "Stationsbewertung" vom 1. Oktober 2006:

PRO BAHN Rhein – Sieg hat im ersten Halbjahr 2006 eine Fragenbogenaktion gestartet zur Bewertung von Stationen der Deutschen Bahn AG im Bereich des Verkehrsverbundes Rhein – Sieg (VRS). Die Aktion war beschränkt auf die Stationen an Strecken der Deutschen Bahn AG, die fahrplanmäßig von den Zügen der DB (ICE, IC, RE, RB und S – Bahnen) bedient werden. Einbezogen waren die Stationen der Kursbuch – Strecken 461 (Oberwesterwaldbahn), 462 (Hellertalbahn) und 463 (Daadetalbahn), soweit sie im Tarifgebiet des VRS liegen.

Für die Aktion wurde ein Formular· entwickelt, welches dem Heft 4/2005 des „nachrichtenblatts“ beigeheftet war. Es war in fünf Bereiche gegliedert und zwar in „Bahnsteige“, „Zugang (zu den Bahnsteigen)“, „Bahnhofbereich“, „Bahnhofsumfeld“ und „Vandalismus“.

Bis zum 30. Juni 2006 gingen bei PRO BAHN insgesamt 37 Fragebögen ein.

Die Daten aus den Fragebögen wurden in fünf Excel – Tabellen übernommen. Sie stellen die Bewertungen wie folgt dar:

Tabelle 1: Bewertung der Bahnsteige

Tabelle 2: Bewertung der Zugänge zu den Bahnsteigen

Tabelle 3: Bewertung des Bereiches „Bahnhofsgebäude“

Tabelle 4 Bahnhofsumfeld und Vandalismus

Tabelle 5 Zusätzliche Bemerkungen der Bewerter

Zusätzlich zu den 37 Datenreihen wurde zwei weitere Reihen für den S – Bahnsteig in Köln – Mülheim und Gleis 1 der Station Siegburg angelegt. Die Bewerter der beiden Stationen hatten dargestellt, dass hier unterschiedliche Standards für den Regional – und den S – Bahn – Verkehr bestehen und dafür unterschiedliche Bewertungen angegeben. Diese zusätzlichen Datenreihen wurden bei der Summenbildung nicht berücksichtigt.

In die einzelnen Felder wurden folgende Daten eingetragen:

Nicht vorhanden = 0

Vorbildlich = 1

Gut = 2

Vorhanden / akzeptabel mit kleinen Mängel = 3

Vorhanden / funktioniert mit größeren Mängeln = 4

Dem Fahrgast nicht zumutbar / ständig defekt = 5

Keine Angabe eingetragen = kA

Vorhanden, keine Bewertung abgegeben = VoB

Bei S – Bahn Stationen nicht Standard = nS-B

Zusätzlich zu den Bewertungsziffern für die einzelnen Stationen wurden die Tabellen um drei Summenzeilen ergänzt und zwar:

Summe der schlechten Bewertungen (mit den Noten 4 und 5). Wie häufig wurde beispielsweise ein bestimmtes Merkmal bei allen 32 Stationen schlecht eingestuft ?

Summe der guten Bewertungen (mit den Noten 1 und 2). Wie oft wurde ein Merkmal gut beurteilt?

Summe der Eintragungen: „Merkmal ist nicht vorhanden“.

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