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Im Archiv finden Sie unsere Pressemitteilungen aus der Vergangenheit.
Pressemitteilung vom 20. Dezember 2004
PRO BAHN fordert sofortigen Ausbau des Eisenbahnknotens Köln
Der Fahrgastverband PRO BAHN Rhein-Sieg e.V. fordert den unverzüglichen Ausbau des Bahnknotens Köln. PRO BAHN-Sprecher Klaus Groß erklärte: “Bereits vor knapp zwei Jahren hat der Verband in Schreiben an Verkehrspolitiker in Stadt, Land und Bund sowie an den Verkehrsverbund Rhein-Sieg und die Deutsche Bahn AG konkrete Forderungen zum Ausbau des Knotens gestellt. Die Verspätungsanfälligkeit im Nah- und Fernverkehr ist unbestreitbar zu einem großen Teil auf den unzureichenden Ausbau des Knotens Köln zurückzuführen.” An dieser Situation habe sich trotz einer Kanzler-Zusage im Sommer über die Fortführung der Neubaustrecke Frankfurt Köln von Köln-Vingst nach Deutz-tief bis heute nichts geändert, betont Groß.
Insbesondere spricht sich PRO BAHN gegen eine Verknüpfung dieses ICE-Projekts mit dem Projekt “Rhein-Ruhr-Express” aus. Hierzu der Sprecher des Fahrgastverbands: “Beide Ausbaumaßnahmen sind notwendig, haben aber primär nichts miteinander zu tun. Die Fortführung der ICE-Strecke ist fertig geplant; es besteht Baurecht. Für den Rhein-Ruhr-Express dagegen sind sich Verkehrspolitiker noch nicht einmal einig über den Ausbaustandard, z. B. ob die Züge mit 160 oder 200 km/h Höchstgeschwindigkeit fahren sollen.” Groß äußerte den Verdacht, dass eine Verknüpfung der beiden Projekte letztlich nur dazu dienen solle, beide auf die lange Bank zu schieben. Der Fahrgastverband fordert die Einlösung der Kanzler-Zusage als ersten Schritt in Richtung auf einen verkehrsgerechten Ausbau der Eisenbahn-Infrastruktur in und um Köln
Pressemitteilung vom 25. November 2005
PRO BAHN unterstützt Bahn- und Businitiative
Am 23.11.2005 war Frau Gisela Neveling, die Vorsitzende der Bahn- und Businitiative Schleidener Tal e.V., zu Gast bei der Vorstandssitzung des Fahrgastverbands PRO BAHN Rhein-Sieg e.V. in Köln. Frau Neveling informierte den Fahrgastverband über den aktuellen Stand der Aktivitäten zur Erhaltung der Oleftalbahn Kall Schleiden Hellenthal. Der für zwei Jahre vom Land NRW bestellte touristische Wochenendverkehr auf der Schienenstrecke Kall Gmünd bzw. Schleiden zur Erschließung des Nationalparks Eifel war am 16.10. dieses Jahres ausgelaufen, d.h. im Jahr vor der eigentlichen Eröffnung des Nationalparks; über die weitere Nutzung der Infrastruktur herrscht Unklarheit.
PRO BAHN sicherte Frau Neveling Unterstützung zu beim Kampf für das gemeinsame Ziel, das Überleben der Eisenbahninfrastruktur im Schleidener Tal zu sichern, und wieder Verkehr auf die Schiene zu bringen. PRO BAHN-Sprecher Klaus Groß erklärte, der Verband werde sich in Schreiben an den Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg, Dr. Norbert Reinkober und den NRW-Minister für Bauen und Verkehr, Oliver Wittke, nachdrücklich für dieses Ziel aussprechen. Groß sagte auch publizistische Unterstützung zu: “Wir werden kurzfristig im Dezemberheft unserer Verbandszeitschrift noch einen Beitrag zur aktuellen Situation unterbringen, und der Oleftalbahn einen ausführlichen Schwerpunktbeitrag in einem der nächsten Hefte widmen.” Weitere Treffen dann vor Ort seien für das nächste Jahr ins Auge gefasst.
Pressemitteilung vom 30. Januar 2006:
Stellungnahme IGVP-Bewertung Oleftalbahn
Der Fahrgastverband PRO BAHN Rhein-Sieg e.V. befürwortet die Reaktivierung der Oleftalbahn Kall Hellenthal für den Touristikverkehr zum Nationalpark Eifel und den regulären Personenverkehr im Alltagsbetrieb. Die Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Kall Hellenthal im dichtbesiedelten Schleidener Tal ist nach den Aussagen mehrerer seriöser Gutachten volkswirtschaftlich sinnvoll und verkehrspolitisch lohnend. Ähnliche bereits reaktivierte Strecken im Bundesgebiet werden von den Fahrgästen sehr gut angenommen. Der Fahrgastverband PRO BAHN Rhein-Sieg e.V. protestiert gegen die offensichtlich fehlerhafte negative Bewertung einer Reaktivierung der Oleftalbahn in der Integrierten Gesamtverkehrsplanung (IGVP). Die prognostizierten geringen Reisendenzahlen widersprechen jeglicher Erfahrung mit ähnlichen Verkehrsprojekten und sind viel zu niedrig angesetzt. Angebliche Zerschneidungseffekte für den Nationalpark und Naturschutzgebiete durch die seit 120 Jahren bestehende Nebenbahn werden aufgebauscht und als erhebliche Negativpunkte in die Bewertung eingebracht. Eine für die umweltschonende Anreise zum Nationalpark notwendige Nebenstrecke, welche im Tal zwischen Siedlungen, Industriebetrieben und direkt neben einer stark befahrenen Bundesstraße verläuft, wird hierdurch zu einem großen Naturzerstörer hochstilisiert.
Der Fahrgastverband PRO BAHN Rhein-Sieg e.V. fordert die Verantwortlichen im Kreis Euskirchen zu einem Einspruch gegen die absurde und sachlich völlig unbegründete negative Einstufung der Oleftalbahn im IGVP-Gutachten auf.
Pressemitteilung vom 1. Februar 2006
Appell zur Erhaltung der Wiehltalbahn
Der Fahrgastverband PRO BAHN Rhein-Sieg e.V. mit Sitz in Köln hat einen Appell zur Erhaltung der Wiehltalbahn an die Lokalpolitik gerichtet. In einem Schreiben an die Bürgermeister der Anrainerkommunen der Bahnstrecke, die Städte Wiehl und Waldbröl sowie die Gemeinden Engelskirchen, Reichshof und Morsbach fordert der Verband die Kommunen auf, von dem Plan, die Strecke zu kaufen und dann endgültig stillzulegen, zurückzutreten.
Der Fahrgastverband so sein Sprecher Klaus Groß unterstütze schon seit vielen Jahren die Forderungen des “Förderkreises zur Rettung der Wiehltalbahn”. PRO BAHN rechne zwar nicht damit, dass kurzfristig ein attraktiver Personennahverkehr auf der Schiene im Wiehltal installiert werden könne, aber: “Wir wollen die Strecke auch als Touristikbahn im Sommer erhalten, weil wir vielmehr Sorge haben, dass nach einer endgültigen Stillegung wertvolle Infrastruktur in den Gemeinden des Wiehltals unwiederbringlich vernichtet wird”, betont Groß in dem Schreiben an die Bürgermeister.
Die in naher Zukunft zu erwartende Lage sei gekennzeichnet durch weiter steigende Kraftstoffpreise wegen nicht mehr zunehmender Erdölfördermengen, sinkende Einkommen großer Bevölkerungsteile und damit einem Ende des Wachstums des individuellen Autoverkehrs. Aufgrund dieser absehbaren Entwicklung komme dem öffentlichen Verkehr zwangsläufig wieder eine steigende Bedeutung zu. “In dieser Situation werden die Gemeinden, die dann noch über einen Anschluss an das deutsche Schienennetz verfügen, einen komparativen Vorteil gegenüber solchen Gemeinden haben, die nur über die Straße erschlossen sind”, argumentiert PRO BAHN gegenüber den Bürgermeistern und weiter: “Für das Wiehltal kann sich schon in fünf oder zehn Jahren ergeben, dass eine wieder aktivierte Bahn durchaus rentabel gestaltet werden kann. Dieses Ergebnis stützt auch ein Gutachten, welches täglich etwa 8000 Fahrgäste für die Bahn prognostiziert hat”.
Mit der Aussicht auf mehr Mobilität bei gleichzeitig spürbar weniger Verkehrsaufkommen auf den Straßen und damit mehr Verkehrssicherheit würden die Bürger der Politik eine Erhaltung der Wiehltalbahn schon in nicht ferner Zukunft danken, prognostiziert PRO BAHN abschließend in dem Schreiben.
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